Aktuelle Säugetierforschung Schweiz

Ein neuer Atlas der Säugetiere der Schweiz

Säugetiere faszinieren den Menschen schon seit Jahrtausenden. Trotzdem kennt die breite Bevölkerung heute nur wenige der rund 90 wildlebenden einheimischen Säugetierarten. Die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie plant eine Neuauflage des 20-jährigen Atlas der Säugetiere. Die Verbreitung hat sich bei einigen Arten markant geändert und neue Arte sind entdeckt worden. Das Atlasprojekt wird aktuelle Standards in der Säugetierbiologie setzen, eine Grundlage für Natuschutz und Lehre darstellen, die Säugetierforschung in der Schweiz stimulieren und junge Fachpersonen langfristig für diese bedeutenden Artengruppen gewinnen. Mit "Citizen Science" wird auch die Öffentlichkeit aktiv an der Datenerfassung teilnehmen und für die Thematik sensibilisiert. 

Wildtierbeobachtungen können im Internet unter www.saeugetieratlas.wildenachbarn.ch gemeldet werden.

Auch in Graubünden verbreitet: Die Walliser Spitzmaus

Die Eiszeit hat sie in Oberitalien überlebt. Dann dehnte sie ihr Verbreitungsgebiet aus, überquerte den Alpenhauptkamm und kommt jetzt nach unseren neusten Untersuchungen fast bis nach Chur vor.

Jahresbericht Naturforschende Gesellschaft GR, Band 120

Genetische Artbestimmungen zeigen:

Die Walliser Spitzmaus (Sorex antinorii, Bonaparte, 1840)

ist in Graubünden weit verbreitet